Vom Grundstein zum Sportlerheim

Eine Hoisdorfer Initiative lässt Vision wahr werden.

Zur Geschichte des Dorf- und Sportzentrums in Hoisdorf

Am 17.11.2015 gründete sich die „Initiative Dorf- und Sportzentrum Hoisdorf). In dieser Initiative fanden sich das Junge Theater Hoisdorf, der Sozialverband Hoisdorf sowie mehrere Mitglieder des erweiterten Vorstandes des TuS zusammen und in beratender Funktion die Architektin Rina Wegner, die ebenfalls Mitglied im TuS ist.

Bei dieser Zusammenkunft wurden Ideen gesammelt (vgl. Protokoll), die dann nach weiteren Zusammenkünften und der Erarbeitung von ersten Zeichnungen zu einem Antrag wurden, der auf die Erzielung einer Grundsatzentscheidung abzielte, auf dem Gelände der bisherigen Peter-Frensch-Halle ein Dorf- und Sportzentrum in Form eines Neubaus zu errichten ((Schreiben und Anträge 05-06/2016).

Die Gemeinde beschloss daraufhin, das gesamte Schul- und Sportgelände überplanen zu lassen. Nachdem sich bei dieser Planung Kostenschätzungen für eine Sanierung der alten Halle und deren Nebengebäuden im hohen sechsstelligen Bereich ergeben hatten, fällte die Gemeinde die Entscheidung für einen Abriss der alten PFH und einen vollständigen Neubau. Dieser sollte dann auch neue Räume für den Hort/die Kita enthalten, da die alten Container, die dort bislang zur Verfügung standen, mittlerweile ebenfalls baufällig waren.

Weitere Vorplanungen erfolgten in 2016, auch der Umbau der gesamten Heizungsanlage für das Gelände in Form eines Blockheizkraftwerkes in der GS Hoisdorf wurde durch die Gemeinde auf den Weg gebracht.

In 2017 erfolgte dann ein Auswahlverfahren, um ein geeignetes Architektenbüro zu finden, das die erforderlichen Planungsarbeiten übernehmen konnte. Leider kam die in unserer Initiative mitwirkende Rina Wegner dabei nicht zum Zuge.

Erste Gespräche mit dem ausgewählten Büro Gebr. Schmidt aus Bad Segeberg wurden dann im Dezember 2017 geführt. Weitere Gespräche und Planungssitzungen folgten im Frühjahr und Sommer 2018; es wurden Flächen neu- und umgeplant, die Halle die zunächst mit knapp 160 m² geplant war auf mindestens 190 m² „vergrößert“, der Besprechungsraum ebenfalls, dafür die Gaststätte verkleinert.

Improvisationen und Übergangslösungen

Im Zuge der vorbereitenden Arbeiten musste dann im Sommer 2018 auch eine teilweise Renovierung der Umkleideräume der Turnhalle in Angriff genommen werden, da dem TuS nur die dort befindlichen Umkleiden zur Verfügung stehen würden. Das Aufstellen von zusätzlichen Containern hatte die Gemeinde stets abgelehnt, mit Ausnahme des Ballraum-Containers am Kunstrasenplatz.

Zum Herbst/Winter 2018 mussten wir uns dann Gedanken um die Unterbringung der Geräte und des Mobiliars machen; hier konnten wird zum Glück Hilfe bei der FF Hoisdorf erhalten, die uns einen Teil des alten Feuerwehrgerätehauses zur Verfügung stellen konnte. Viele andere Dinge (insbes. aus dem Büro) wurden bei den Vorstands- mitgliedern privat eingelagert; wir mussten ja weiterhin arbeitsfähig bleiben. Hier kommt nun auch der Tennisclub Blau-Gelb ins Spiel, in dessen Vereinshaus wir unser „Büro“ einrichten konnten, so dass wir unseren Mitgliedern über die Bauphase hier eine normale Bürozeit anbieten konnten. Zudem mussten Hallenzeiten umgeplant und verschoben werden… es gab jede Menge Arbeit für den Vorstand und die Mitstreiter*innen im Team.

Die Bagger rollen – Abriss der Peter-Frensch-Halle

Im Frühjahr 2019 ging dann alles plötzlich ganz schnell: Im März wurden die Bauzäune aufgestellt und in einer Nacht- und Nebel-Aktion im wahren Sinne des Wortes mussten wir die letzten Sachen aus der PFH ausräumen, weil die Kommunikation dann doch nichts ganz reibungslos verlaufen war und das Abrisskommando schneller war als angekündigt. Durch diesen unverhofft schnellen Beginn standen wir dann auch plötzlich im Dunkeln, denn die gesamte Flutlichtanlage war über die alte Halle geschaltet – und daran hatte irgendwie keiner mehr gedacht.

Das Problem konnte zum Glück einigermaßen zügig geklärt werden und bereinigte sich dann ja auch durch die fortschreitende Jahreszeit. Parallel zum Abriss und dem Vorbereiten der Baustelle wurde in der Turnhalle im Sommer 2019 ein neuer Hallenboden verlegt. Nach den Sommerferien tat sich eine andere Baustelle auf, nämlich in den Umkleiden der Turnhalle: Die Duschen in der Turnhalle waren regelmäßig verstopft und es entstanden immer wieder Überschwemmungen, die sich auf den gesamten Umkleidetrakt erstreckten. Das Amt Siek musste eingeschaltet und eine Sanitärfirma beauftragt werden, um die Ursachen zu beseitigen.

Grundsteinlegung im September 2019

Die Grundsteinlegung für das neue Sport- und Gemeindezentrum fand dann am Freitag, den 20. 09 2019 statt. Stefan Janthur und Petra Warnick haben an verschiedenen Sitzungen, u. A. für die Elektroplanung, teilgenommen. Die Arbeiten am Neubau schritten über den Winter gut voran, da es keine wetterbedingten Baustopps gab. Am Richtfest im März knapp vor dem ersten Lockdown, zu dem nur geladene Gäste zugelassen waren, nahmen für den TuS Stefan und Petra teil.

Die Bauarbeiten schritten trotz Corona gut voran; über den Sommer 2020 gab es einige Baubesprechungen bezüglich der Innenausstattung des neuen Gebäudes. An diesen Besprechungen haben Petra Warnick und Stefan Janthur regelmäßig teilgenommen. Details, wie barrierefreie Zugänge, Innenausstattung (Fliesen, Fußböden, Leuchtmittel etc..) mussten besprochen und ausgesucht werden. Die Fertigstellung war zu dem Zeitpunkt immer noch mit Januar 2021 geplant.

Diese hat sich nun leider noch verzögert, weil es „ungebetene Gäste“ gegeben hat, die mutwillig im Innenbereich des Neubaus herumrandaliert haben. Hier müssen jetzt noch Reparaturen gemacht werden und letzte Feinarbeiten werden auch noch vorgenommen. Diese Verzögerung ist aufgrund der immer noch geltenden Corona-Beschränkungen für den Verein jetzt nicht allzu schlimm. Trotzdem hoffen wir auf eine baldige Fertigstellung, damit wir wieder „umziehen“ können.


Text: Petra Warnick

Nikolai Kreinhöfer
admin73NK